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... und manchmal möcht ich traurig sein (CD mit Begleitbuch)

... und manchmal möcht ich traurig sein (CD mit Begleitbuch)Ingo Barz
 
Art.Nr.:517

 
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"... und manchmal möcht' ich traurig sein" ist ein Lied aus dem Jahr 1986. Ingo Barz singt darin an gegen den Gleichschritt in der DDR, gegen staatlich verordnete Freuden über sozialistische Errungenschaften ... Als Protestsänger habe er sich nie gefühlt, sagte er einmal über sich selbst. Seine Sache war eher ein sanfter Widerstand mit wohlgesetztem Wort. Dazu zählte beispielsweise eine Umdichtung des Liedes "Die Gedanken sind frei" (zu finden auf der CD "Im Anfang war das Ohr"). Denn den Originaltext durfte kein Chor bei offiziellen Anlässen singen. Also hieß es bei Ingo Barz damals: "Ich denk mir ein Haus aus Reimen und Noten, wo keinem der Aus- und Eintritt verboten..." Zu DDR-Zeiten war Ingo Barz Mitarbeiter der evangelischen Kirche, er betreute Jugendliche und spielte seine Lieder in Kirchen und Gemeinderäumen. Seine ersten Lieder hatten meist Texte mit harmlos religiösem Hintergrund. Eine staatliche Spielerlaubnis gab es für Ingo Barz natürlich nicht; die Staatssicherheit beobachtete den Liedermacher und führte ihn als operativen Vorgang "Prediger".
Auf dieser Doppel-CD "... und manchmal möcht' ich traurig sein" hören wir 51 "unerwünschte Lieder" aus den Jahren 1979 bis 1990. Sie gehören ohne Zweifel zum Besten, was Ingo Barz in den 80er Jahren geschrieben hat. Zur Doppel-CD gibt es das Begleitbuch "Verbreitung pessimistischen Gedankengutes in Tateinheit mit Gitarrenspiel". Es beschreibt in einer informativen und unterhaltsamen Mischung aus Essay, Liedtextauszügen und MfS-Aktenschnipseln ein Stück Alltag in der DDR. Manches lässt schmunzeln, manches macht aber auch heute noch betroffen.
Übrigens, auch die meisten der parrallel zu dieser Buch-Veröffentlichung eingespielten Lieder der Doppel-CD haben nichts an Aktualität verloren, wenn auch heute in einem ganz anderen Kontext.